Frank über sich

Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein Künstler bleibt, wenn man größer wird. - Pablo Picasso -

Auch nach über 30 Jahren aktiven Musizierens treibt mich noch immer eine Kraft, meine Gedanken und Gefühle über die Musik auszudrücken, wie ich es mir anders nicht vorstellen könnte. Nicht Ruhm und Geld leiten meine Ambitionen, sondern Gefühle und der Spieltrieb. Das Schönste ist, Menschen glücklich zu machen. Sie musikalisch zu berühren. Auch, wenn es nicht immer gelingt, eine breite Masse zu erreichen, ist es mein Wunsch, meine Musik und meine Gedanken in die Welt hinauszutragen. Diese Seiten geben einen kleinen Einblick in meine kleine musikalische Welt. Mit Informationen, Hintergründen und persönlichen Einblicken. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern! Frank Senftleben

Franks Werdegang

Eine der ersten musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten an die ich mich erinnern kann, war ein Kinderklavier, geschenkt von meinem Großvater. Dieser, selbst Berufsmusiker, wollte damit in mir ein gewisses Grundinteresse wecken. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt ca. fünf Jahre alt.

Der eigentliche Anlaß, sich mit der Musik ersthaft auseinander zu setzen, war ein Geschenk einer ehemaligen Nachbarin. Nach einem Umzug innerhalb Berlins vererbte sie mir ihr altes Klavier. Mein Interesse für das Instrument ist ihr in all den Jahren nicht verborgen geblieben. Da sie mich und meine Familie in ihr Herz geschlossen hatte, war dies ein besonderes Erinnerungsstück, welches nie in Vergessenheit geraten würde.

Dieses beeindruckende schwarze Instrument stand fortan im elterlichen Wohnzimmer. Die Ambition, darauf etwas “Richtiges” spielen zu können, veranlaßte mich, meinen Großvater zu bitten, mir etwas beizubringen. Nachdem ich einige Songs interpretieren konnte, wollte ich ab sofort eine Musikschule besuchen. Das aber war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Zu schnell waren diese klassischen Stücke auswendig gelernt, als dass ich Noten lernte. Kleine Fehler konnte man schnell abtun, indem man einen Lesefehler “vortäuschte”. Als dieser Unterricht aber immer anstrengender wurde, brach ich die Musikschule ab.

Ein Klassenkamerad, mit dem ich gemeinsam von 1983 bis 1984 Mitglied eines Spielmannzuges war, zog in unser Nachbarhaus. Unser gemeinsames Interesse war geweckt, die Wege kurz und die Freizeit angemessen. Somit stellten wir unser gemeinsames Schlagwerk des Orchesters zusammen, borgten uns zudem aus der unmittelbaren Nachbarschaft ein Harmonium und experimentierten.

Diese vorläufige Instrumentierung wurde dank unserer Eltern recht bald von "echten" Instrumenten ersetzt. Somit war der Grundstein gelegt, um öffentlich auftreten zu können. In ca. einem Jahre hatten Enrico Thoms und ich ein kleines Repertoire erarbeitet, dass sich zum ersten Mal am 20.12.1985 aufführen ließ.

Wir beide hatten einen solchen Spass dabei, dass sich diese musikalische Konstellation bis 2004 in verschiedener Art und Weise fortsetzte. In erster Zeit konzentrierten wir uns auf Unterhaltungsmusik. Man engagierte uns zudem als Begleitband eines Kinderchores. Damit konnte man sich als Jugendlicher ein gutes Taschengeld verdienen und lernte automatisch mit Songs und ihren Strukturen umzugehen . Durch diese Arbeit entstanden viele Kontakte und Auftrittsmöglichkeiten. Die Mundpropaganda tat ihr Übriges. Um auch sängerische Qualitäten ausarbeiten zu können, wurde erneut der Weg in die Musikschule beschritten, um Gesangsunterricht zu nehmen. Nach 3-jährigem klassischen Unterricht wechselte ich übergangslos ins leichtere Unterhaltungsfach bei einem Privatlehrer.

Gegen Ende der Schulzeit experimentierten wir neben der Unterhaltungsmusik mit einigen Freunden mit Sounds, Klängen und spontanen Texten. Diese “Sessions” waren laut, schräg, wahnsinnig lustig und brachten allen Mitbeteiligten viel Spaß. Es gibt Kassettenmitschnitte von “Songs”, die über “Ich liege im Koma”, oder “Wenn der Schrank umfällt sind wir alle tot” berichten. Es wäre auch sicherlich nicht der Rede wert gewesen, darüber zu berichten, aber einer dieser Mitstreiter war Andreas Grawe. In dieser Clique, die sich damals bildete, wurden viele gemeinsame Aktivitäten gestartet. Gemeinsame Urlaube, Kino- und Diskothekenbesuche, gemeinsame regelmäßige Partys und immer wieder musikalische Offenbarungen, die kein Mensch hören wollte. Diese Phase zog sich bis weit in unsere Lehrzeit hinein. Neue Freunde kamen hinzu und die alte DDR machte sich auf zu gehen.

Die Währungsunion und die deutsche Einheit brachte mich persönlich nicht nur in eine geschichtliche Wende, sondern auch in eine musikalische. Endlich waren Korg -, Roland - oder Yamaha - Syntheziser greif - und bezahlbar. Die ersten beiden Synthies ließen nicht lang auf sich warten.

Mit diesem Kauf habe ich mir unbewusst zu dieser Zeit eine Basis geschaffen, der Unterhaltungs- und Partymusik den Rücken zu kehren und neue Wege zu beschreiten. Andreas kam eines Abends mit einigen Texten vorbei, die seit einiger Zeit bei ihm in der Schublade lagen und wir begannen, wieder einmal, zu improvisieren. Aber es entwickelte sich mehr als reine Improvisationen. Die ersten “echten” Songs entstanden. Unter anderem “Rainy Saturday”. Weitere folgten. Immer wieder enstanden Texte und neue Melodien. Durchaus wurden auch alte Ideen wie “Koma” neu interpretiert. Diese Zeit des Entdeckens, Ausprobierens, Arrangieren und Lernens, mit Musik umzugehen, war für alle Beteiligten eine sehr spannende und aufregende Zeit. Nach und nach entstand unser kleines Songarchiv, was wir dann auch präsentieren wollten. Und wir taten dies. Meist nur in kleineren Rahmen, aber es funktionierte.

Bei einem öffentlichen Konzert lernte ich dann Torsten Gostschegk, unseren späteren Texter kennen. Die musikalischen Ambitionen mit Andreas schliefen ein und unsere Interessen drifteten in dieser Zeit auseinander, bis das Projekt auf Eis gelegt wurde.

Der Kontakt ruhtet. Es musste weitergehen. Ich erinnerte mich an die Schreibambitionen unseres neuen Bekannten Torsten, mit dem ich hin und wieder telefonierte. Wir trafen uns. Bei dieser Gelegenheit stellte er mir einige seiner Texte vor, die im Laufe der Zeit entstanden waren. Für einige dieser Texte gab es bereits Melodien, andere warteten nur darauf vertont zu werden. Die Arbeit für das erste angedachte Album konnte beginnen. Songs wurden geschrieben, viele Ideen über den Haufen geworfen und eine Mischung aus altem Liedgut von Andreas und neuen Songs in Zusammenarbeit mit Torsten stellten die Basis für das Album “Egoist”. Zur Unterstützung holten wir einen weiteren Bekannten dazu, der Gitarre spielte. “The Maze” bzw. anfangs “Romance in the Maze” war geboren.

The Maze wurde mit den Jahren mehr, als es im Grunde geplant war. Es wurde zur Band und mehr und mehr zur Ideenschmiede, zum Tonstudio und musikalischem Umfeld.

1996 begann der Prozess für eine neue CD. Diese wurde 1999 mit der Veröffentlichung des Werkes "The Age of the World" abgeschlossen. 2008 wurde diese Produktion in einer digitalen Variante für Downloadportale erneut veröffentlicht.

Leider löste sich die Band mit den Jahren auf, so dass "The Maze" nunmehr Arbeitsprojekt wurde. In dieser Zeit schrieb ich nicht nur neue Songs für das Projekt, sondern produzierte verschiedene Singles für fremde Auftraggeber oder war Gastmusiker für befreundete Projekte.

In all den Jahren ist einiges entstanden. Viele Ideen schlummern noch in der Schublade. In den vergangenen Jahren habe mich musikalisch weiterentwickelt und durfte Dinge lernen, die weit über das reine Musizieren hinausgehen. Einige neue Projekte, wie z.B. ein Musical, eine dritte The Maze LP sind bereits in Arbeit, einige sind in der Planungsphase. Damit werde ich für mich neue Wege beschreiten, die zum Teil weit über meine bisherigen Arbeiten hinaus gehen.

Frank Senftleben

Franks Projekte

CHEERIO - DUO
Gegründet 1985, aktiv bis 1990. Besetzung: Enrico Thoms, dr., Frank Senftleben - org “Cheerio”, war der musikalische Start in die Unterhaltung. Vorwiegend als Unterhaltungsmusiker tätig, wurde das Duo für etliche Privatfeiern, Firmenevents und offizielle Anlässe gebucht. Dazu gehörte ein Engagement als Begleitung eines Kinderchores, wie auch die Gestaltung von Programmen öffentlicher Einrichtungen und Jugendweihefeiern.

SALVATION
Gegründet 1990. Besetzung: Andreas Grawe - voc, Enrico Thoms - dr und Frank Senftleben - synth Aus musikalischen Experimenten heraus entstand Anfang der 90er das erste ernsthafte Projekt mit Eigenkompositionen. “Salvation” bestand bis 1992 und legte den Grundstein für die erste CD-Produktion. 

THE MAZE © (Band)
Gegründet Dezember 1993. Besetzung: Heiner Lehmann - git, Frank Zepernick - b, Enrico Thoms - dr., Frank Senftleben - synth Während eines Konzertes von “Salvation” lernte die Band den Textdichter Torsten Gostschegk kennen. Eine enge Zusammenarbeit entstand, die neue Songs entstehen ließ. 1993 entschloss man sich, aus altem Material und Neuem, die Vorbereitungen zur Produktion der ersten CD “Egoist” zu beginnen. In diesem Zusammenhang stieß der Gitarrist Heiner Lehmann zur Band. Unter dem Bandnamen “Romance in the Maze” folgten erste Konzerte. 1995 nahm man ein weiteres Mitglied auf, Frank Zepernick am Bass, was nunmehr die Band komplettierte. 1999 folgte die Produktion der CD “The Age of the World” mit Unterstützung der Gastmusiker Gunther Krex - b, Jens Jensen - git, Bernd Schimmler - dr und Stefan Ziegler - voc. Seit 1998 ist “The Maze” zusätzlich Produktionstätte und Studio diverser Produktionen.

JAMESON - DAS MUSICAL ©
Eine Idee, die 2004 an Frank herangetragen wurde. Ursprünglich sollte er den Part des Komponisten übernehmen. Seit 2008 arbeitet er an diesem Projekt mit Unterbrechungen als Texter, Librettist, Komponist und Arrangeur.

AUXRETURN ©
In Gründung. Im Ursprung wollte Frank ein Plattenlabel für “The Maze” gründen. JL-Records war 2006 in Planung. Da das reine Bandprojekt jedoch immer weniger Relevanz hatte, ließ er die Ambitionen dafür ruhen. Nun stehen mittlerweile immer mehr Aufgaben im Fokus, was diesen Schritt, erweitert um andere Aufgaben, notwendig werden lässt. Daher entschied Frank in Zusammenarbeit mit Tøne Cøntrol, das Projekt “AuxReturn” zeitnah aus der Taufe zu heben. “AuxReturn” wird in Zukunft alle notwendigen Arbeitsbereiche abdecken, um diverse Produktionen zu unterstützen. Inhaltlich befasst sich “AuxReturn” mit der Publizierung, dem Verlagswesen und als Plattenlabel.

THE MAZE & FRIENDS
“The Maze & Friends” war eine Idee, die einmalig sein sollte. Nach vielen Jahren der Live-Abstinenz hatte Frank vor, ein einziges Konzert mit ehemaligen Mitstreitern und befreundeten Musikern durchzuführen. Im Sommer 2011 fand dieses Konzert statt. Der Ansporn, den dieses Konzert auslöste, führte dazu, dass es eine Planung für eine Reihe von Konzerten gibt. Den Anfang dazu startet Frank derzeit in Zusammenarbeit mit Heiner Lehmann mit einem Akustik-Programm. Die Proben laufen bereits.

DIVERSE
Als Musiker wurde Frank, unabhängig von seinen eigenen Projekten immer wieder aktiv. An diversen Musikproduktionen beteiligte er sich als Komponist, Arrangeur und Instrumentalist.

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